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Auf nach Texas!

May 16th, 2005 · No Comments

texas

Am Wochenende haben wir 870 Meilen hinter uns gebracht. Das entspricht etwa 1.400 Kilometern. Einen besonderen Anlass gab es nicht, Timm, Christi und ich wollten einfach mal raus. Okay, das klingt, als wäre ich seit Monaten hier  und würde mich langweilen. Aber dem ist nicht so. Es ist vielmehr, dass Timm sich nun freut mit jemandem durch die Gegen reisen zu können und da er in einigen Wochen abreist, bedeutet das auch für mich, lieber jetzt die Gegend zu erkunden.

Also auf nach Texas! Auch hier gibt es keinen besonderen Grund für, die Wahl fiel einfach auf einen Ort, den man am Wochenende mit dem Auto bereisen konnte und wo sich auch irgendwas bietet. Wir steuerten also Houston und Galveston an.

Ein Freund von Christi wohnt gleich nach der Staatsgrenze und deswegen haben wir am Freitag erst einmal dort halt gemacht. Texas ist schon etwas eigen. Nach Mitternacht gibt es im Supermarkt kein Alkohol mehr. Wir hatten ja nicht vor uns zu besaufen, sondern wollten einfach nur ein paar Bier trinken. Alt genug waren wir alle. Wir haben den Freitagabend also unspektakulär bei Christis Kumpel im Haus verbracht.

Am nächsten Tag hat sich Christi hat sich Christi von uns abgekoppelt. Sie musste am Wochenende eigentlich arbeiten, wollte aber gerne mit auf unseren Ausflug. Jetzt hatte sie ein schlechtes Gewissen und fuhr mit dem Bus zurück nach New Orleans.

Timm und ich sind also zu zweit weiter nach Houston. 

Houston ist nicht grade eine Stadt in der ich leben möchte. Sie ist mit mehr als 2 Mio. Einwohnern die größte Stadt von Texas und die viertgrößte in den USA. Irgendwo hatte ich gelesen, dass sie auch die am schnellsten sich ausdehnende und wachsende Stadt im Land sei. Die Vororte fingen jedenfalls schon sehr früh an, neben dem Highway aufzutauchen. Alles sah gleich aus.

Das Stadtzentrum war an diesem Woche seltsam leer. Durch Zufall erfuhren wir, dass es eine Car Show geben würde. Eine Art Umzug mit getuneten oder umgebauten Autos. Timm war Feuer und Flamme, also gingen wir hin.
Es schien, als würden sich alle Menschen genau hier vor uns versteckt haben. Die Show war lustig, weil doch einige Vehikel auftauchten, denen man ansah, dass viel Energie in Ihre Verschönerung gesteckt wurde.

Abseits der Umzugsstraße blieb das Zentrum aber leer. Wir sind ein wenig herum gewandert und schließlich noch mit der MetroRail ans andere Ende gefahren.

Uns hielt hier nicht viel und wir machten uns weiter auf den Weg nach Galveston, das weiter süd-östlich von Houston, auf einer länglichen Insel direkt im Golf liegt.
Galveston war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die größte Stadt von Texas und auch dessen Handelszentrum. Die Zerstörung der Stadt im Jahr 1900 durch einen Hurrikan ließ Galveston an wirtschaftlicher Bedeutung verlieren. Andere Städte wie das nahegelegene Houston überholten die Stadt.
Galveston ist eine durchaus nette Stadt. Gerade die historischen Häuser sind beeindruckend. Zum Golf von Mexiko hin zementieren aber viele Bettenburgen den Eindruck eines unaufgeregten Urlaubskaffs. 

Wir suchten uns ein Motel in der Nähe des Strandes. Und anschließend gingen wir an selbigen. Natürlich auch ins Wasser. Der Golf war angenehm warm.
Am nächsten Morgen sind wir früh raus, um wieder an den Strand zu gehen. Allerdings nicht zu lange, immerhin hatten wir noch einen langen Rückweg nach New Orleans vor uns.

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