Neulich bin ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Waschsalon gewesen.
Und weil ich in Deutschland an der mütterlichen Waschmaschine stets etwas überfordert bin (Schongang? Feinwäsche?), war ich hier doch angenehm überrascht, dass sich der Amerikaner mit weniger Programmen begnügt; kalt, warm und heiss (plus zwei extra Knöpfe, deren Bedeutung sich mir nicht ganz erschlossen haben).
Waschpulver gezogen (je 50 Cent), alles Weisse in eine und alles Bunte in eine andere Maschine. Beide Maschinen mit 75 Cent gefüttert, Pulver rein, Deckel zu und los. Weil ich jetzt auch nicht wusste, wie sich die neu gekauften Klamotten so mit den alten vertragen, habe ich mich für kalt als Temperaturstufe entschieden (kalt bedeute hier dezent warm). Anschließend 30 Minuten im Coffee-Shop nebenan verbracht, dann zurück, um erleichter festzustellen, dass nichts abgefärbt hat.
Die gesamte Wäsche in so ‘ne Art Einkaufskorb gehievt, um den ganzen Haufen bequem zum Trockner zu befördern. 75 Cent in den Trockner geworfen, damit er mir ein ‘Error’ anzeigt, mein Geld aber nicht wieder her gibt. Trockner Nummer 2 ebenfalls mit 75 Cent gefüttert, Wäsche rein und los. Halbe Stunde vorm Salon ‘rumgehangen. Wäsche aus dem Trockner in meinen ‘Einkaufswagen’ und zum Tisch gerollt, an dem man dann beim Zusammenlegen und -rollen feststellen kann, wie viele Socken verloren gegangen sind.
Praktisch ist auch, dass es für Kunden Kaffee umsonst gibt und nebenher Fernsehen läuft, wo ich mich dann über das Neueste aus der Welt der Stars habe informieren lassen.
Festgestellt, dass noch alle Socken und sonstigen Klamotten vollzählig vorhanden sind und alles in meiner Tasche verstaut und nach Hause zurück geradelt.
War jetzt natürlich kein umwerfendes Erlebnis, aber ich hab Zeit, ein Blog und was zu erzählen.
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