Heute ist Independence Day, der Unabhängigkeitstag der USA und wohl der bekannteste Feiertag auf der Welt.
Traditionell begeht man den Feiertag mir Familie und Freunden, und auch haben das so gemacht. Bis kurz nach 16:00 Uhr habe ich nichts produktives geleistet. Es ist ja auch Feiertag.
Den Kick-Off zu den Feierlichkeiten gab es denn mit folgendem Dialog zwischen Johnny und mir in der Küche:
J: Hey, Stephan. What’s up?
S: Hey, Johnny. How’s it going?
J: Ready for Burgers and Margaritas?
S: I always am.
J: Cool.
Johnny warf also den Grill auf der Außentreppe an und stellt fest, das die Grillkohle nicht reichte, worauf er beschloss zum Walgreens zu fahren, um Nachschub zu holen.
Tom und Joyce, Freunde von Johnny, trudelten mit dem Alkohol ein und das Festessen konnte beginnen.
Vorher luden wir noch unsere Nachbarin ein. Sie ist Anfang 70, aber fit und super freundlich. Johnny hat mir erzählt, dass sie in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge verkraften musste. Erst starb ihr Mann, dann ihr Sohn und schließlich noch ihr Hund. Seitdem lebt sie allein und hat keine Familie mehr.
Das ist traurig und deswegen fand ich die Idee, sie einzuladen, mehr als nachbarschaftlich.
Traditionell gab es Hot Dogs, Burger, Maiskolben, Bohnen mit Hackfleisch. Die Marinade für das Burgerhack war gigantisch (Caribbean Jerk) und die Burger auch. Wir belegten die natürlich selbst. Als Beilage gab es Nudelsalat in klassischer Form (Mayo) und mit Thunfisch/Paprika.
Getrunken wurden Margaritas. Ebenfalls erst klassisch, später dann mit Bananen und Eiswürfeln durch den Mixer gejagt und verfeinert.
Es wurde abends und wir müssen so langsam zum Riverwalk aufbrechen, wo das Feuerwerk stattfindet.
Und das können die Amerikaner wirklich.
Ich meine, ich habe vorher noch nie eine Feuerwerksrakete gesehen, die in eine zweifarbige Form explodierte (blauer Stern mit rotem Kreis). Sehr beeindruckend.
Es wurde also ordentlich geklotzt und nicht nur gekleckert und ca. eine halbe Million Menschen haben dann applaudiert (es war gerade Essence Festival mit 250.000 Besuchern, was die halbe Einwohnerzahl von N.O. ist).
Anschließend den Abend gemütlich zu Hause bei weiteren Margaritas ausklingen lassen.
Was nimmt also mit von diesem Erlebnis? Deutschland sollte den Tag der Deutschen Einheit doch bitte auch in den Sommer legen. Im Oktober feiert doch niemand gern. Und ich möchte eine Rakete, die in einen Bundesadler explodieren kann.
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