aber dann gibt es übersetzungsverbrechen, für die man die verantwortlichen mit „boat trip“ nicht unter 48 stunden bestrafen sollte (den marketingdepp, der sich das ausgedacht hat und den ausführenden übersetzer)! der „babynator“ ist so ein fall.
inhalt: john summit (vin diesel), ehamliger navy seal, beschützt fünf kinder, davon sind zwei noch im babyalter (wichtig für den titel!). in der pressemappe steht dann
Action-Star Vin Diesel (xXx – Triple X“) in einer ungewohnten Rolle als Kindergarten-Cop! In Adam Shankmans spritziger Komödie muss der Action-Held seinen schwierigsten Auftrag meistern: Er muss fünf aufmüpfige Kinder nicht nur beschützen, sondern auch noch erziehen.
nun mag man von vin diesels talent halten, was man will und auch vom film selbst. aber was soll der titel?! babynator? ach, Buena Vista, komm schon... im original heisst der film „the pacifier“. das ist einmal der politische/militärische friedensstifter (vin diesel als navy seal mit einsätzen in bosnien und serbien). gleichzeitig bedeutet 'pacifier' im amerikanischen englisch auch einfach nur schnuller. im hinblick auf die oben erwähnten babys, die wahrscheinlich für die meisten lacher sorgen werden (regel: babys kommen immer gut), hätte man doch im deutschen titel wenigstens versuchen können, dieses originelle wortspiel zu retten. und dann kommt man mit 'babynator' - autsch! klar, versteht die deutsche zielgruppe das wortspiel nicht, wenn man den titel gelassen hätte. aber bemühen hätte man sich schon mal können, mehr als 'babynator' rauszuholen. am ende bleibt das gefühl, dass dieser titel irgenwie mal wieder 'typisch deutsch' ist. ob das jetzt absicht war oder einfach nur inkompetenz (oder schlimmer noch: beides gleichzeitg), weiß wohl niemand.p.s.: kennt jemand das lied am ende vom babynator-trailer?

